Jänner 2009 www.initiative.cc

Kurz notiert und schnell gelesen

Kurzmeldungen aus aller Welt

1) Kinder und Kommunikationselektronik
2) Atommülldeponie Afrika
3) Milchleistung von Kühen
4) Die Macht der USA über Medien
5) Explodierender Wachstum beim Flugverkehr
6) Monsanto fährt Ernte heim
7) Percy Schmeiser erhält Schadenersatz von Monsanto

1) Kinder und Kommunikationselektronik

von Karl Kollmann
Eltern machen offenbar Kinder (unbeabsichtigt) dumm. Claudia Wallner hat gerade eben ihre Diplomarbeit Jugend und Kommunikationselektronik an der Wirtschaftsuniversität Wien fertiggestellt, eine qualitativ orientierte empirische Arbeit, die sich zum erstenmal intensiver mit dem Thema «Jugend und Kommunikationselektronik» beschäftigt und sich dabei auf die elterlichen Motive, Kinder mit Kommunikationstechnik auszustatten, konzentriert: Die empirischen Ergebnisse sind aufs erste überraschend. Aber sie passen doch ins Bild unserer verrückten Gesellschaft.
Es sind gar nicht so sehr die Kinder (bzw. die heute typischen Einzelkinder), die ihren Eltern mit Konsumwünschen auf die Nerven gehen und quengelig (Stichwort: pester power) neue technische Gadgets einfordern. Die Eltern sind es, die in einer Art von wohlbehütendem und vorauseilendem Gehorsam für ihre Kinder bzw. ihr Kind nur das beste wollen.
Massstab sind dabei «die anderen Eltern», die die Meinung, die Einstellungen und das Verhalten der jeweiligen Eltern beeinflussen. Man möchte für den eigenen Nachwuchs all das auch haben, was andere Eltern ihren Kindern geben oder was andere Kinder haben. Den eigenen Fernseher im Kinderzimmer (rund die Hälfte der Kinder haben das), Notebook, Internetanschluss, Spielekonsole und anderes mehr.
Das Vermitteln von Medienkompetenz spielt keine Rolle im elterlichen Haushalt. Anschaffung und Besitz der Kinder zählen, was die damit tun, ist sekundär. «Haben» ist entscheidend, was Kinder mit ihren Sachen tun, bleibt weitgehend ihnen selbst überlassen.
Vermutlich kommen hier auch Zeitprobleme von Eltern mit ins Spiel, im Sinne von: Sie sollen haben, was die anderen auch haben, und Ruhe geben. Fernsehen oder Computerspiele beschäftigen das Kind und verschaffen den vom Erwerbsalltag und den Alltags­troubles gestressten Eltern Luft.
Weniger Einkommen im Haushalt bedeutet nicht, dass die wirtschaftlich schlechter gestellten Kinder auch sparsamer ausgestattet wären. Bei der Elektronik wird nicht gespart, findet die Autorin; im Gegenteil: Kinder in Familien mit unterdurchschnittlichem Einkommen sind mit Handy, Fernseher und MP3-Player sogar besser ausgestattet.
Kinder mit Eltern, die geringes Bildungsniveau haben, besitzen mehr an Kommunikationselektronik. Jedoch weder das Alter der Eltern noch der Umfang der Erwerbstätigkeit der Eltern bestimmen das Mass, in dem die Kinderzimmer mit Kommunikationselektronik zugemüllt werden.
Makaber dabei ist, dass gerade Eltern der unterdurchschnittlichen Bildungsschichten ihre Kinder (ungewollt) verdummen. Je mehr Kommunikationselektronikkonsum die lieben Kleinen haben, desto schlechter sind die schulischen Leistungen und das erreichte Bildungsniveau, so das Ergebnis einer umfangreichen, quantitativ orientierten Studie des KFN (Kriminologisches Forschungsinstitut Nieder­sachsen e. V.): Medienkonsum, Schulleistungen und Gewalt.
Das bestätigen auch andere Erfahrungen: «Unsere Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass Kinder, die einen eigenen Fernseher im Zimmer haben, deutlich schlechtere Lesekompetenzen und auch Rechtschreibleistungen aufweisen.» So der Erziehungswissenschaftler Joachim Tiedemann von der Universität Hannover. («Analphabeten haben in der Wissensgesellschaft keine Chance») •

Quelle:http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25067/1.html

2) Atommülldeponie Afrika

Wie in fast allen bereichen wird von der sogenannten "westlichen Welt" unsere Mutter Erde ausgebeutet und zerstört, und natürlich auch auf Kosten der restlichen Welt. Der Energiehunger ist nur ein Besispiel von vielen.

Afrika gelingt noch immer kein echter wirtschaftlicher Aufschwung. Innere politische Krisen, die oft von aussen geschürt werden, und die hohen Schulden sind die beiden Fussfesseln, die es an seine Armut binden. Daher ist Afrika den neuen Herren der Welt vollkommen ausgeliefert und von ihnen, wie früher von den Kolonialherren, abhängig, man könnte fast sagen, kolonialisiert. Nun, im Vergleich zu den früheren Kolonialherren, die in ihren Kolonien doch wenigstens eine dürftige Infrastruktur aufgebaut haben, zeigen die neuen Herren der Welt kein Interesse daran. Sie sind nur noch mit der Ausbeutung der Rohstoffe und mit den grösstmöglichen Gewinnen, die sie aus ihren Geschäften in kürzester Zeit erzielen können, beschäftigt. Eines dieser Geschäfte ist der Export von Atommüll.

Massimo Scalia, der Vorsitzende einer Untersuchungskommission des italienischen Parlaments, sagte der Agentur Inter Press Service, dass Italien allein am Handel mit Atommüll jährlich sieben Milliarden USDollar verdiene. Allein im Jahr 2001 wurden 600 000 Tonnen nuklearer Abfall nach Afrika verschifft. Dabei war Somalia nicht das einzige Ziel. Auch Zaire, Malawi, Eritrea, Algerien und Mosambik waren dafür vorgesehen

Hier der gesamte Artikel:
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr42-vom-13102008/atommuelldeponie-afrika/

3) Milchleistung von Kühen

Turbohochleistungskühe, die zwischen 10.000 kg und 18.000 kg in einer Laktation geben, sind keine Seltenheit mehr. Noch vor hundert Jahren gaben die damaligen höchstleistenden Kühe um die 2500 kg in einer Laktation. Bis um das Jahr 1950 änderte sich nichts wesentlich. In den folgenden weiteren fünfzig Jahren haben Züchtungen, Kreuzungen, gentechnische Veränderungen und ein völlig verändertes Futter viele Kühe zu reinen Milchmaschinen gemacht.

Wieviel Milch Kühe heute geben, ist ganz unterschiedlich. Es kommt auf die Haltungsform an und welche Kühe (Rasse) ein Betrieb zur Milchherstellung einsetzt. Noch immer gibt es Betriebe, deren Kühe nur 4000 oder 5000 kg in einer Laktation geben. Dann gibt es solche, die 6000 bis 7000 kg pro Kuh melken und solche, mit 10.000 bis 12.000 kg. Der deutsche Durchschnitt der einzelnen Milchkuhleistung pro Laktation liegt mittlerweile bei ca. 7000 kg.

Grundsatz jeder Milcherzeugung war bisher: Egal um welche Art Kuh es sich handelte, sie musste immer wieder neu kalben um Milch zu produzieren. Diese Notwendigkeit kann nun, folgt man amerikanischen Wissenschaftlern, durchbrochen werden. Das Problem von Hochleistungskühen ist nämlich, dass sie häufig nach einer oder 2 Laktationen nicht mehr schwanger werden. Ihre Fertilität ist gegenüber "normalen" Kühen reduziert. Es gibt auch Ausnahmen, aber davon kann hier nicht die Rede sein.

Wird eine Kuh während ihrer ersten oder 2. Laktation nicht mehr schwanger, wird sie so lange gemolken, bis ihre Milchleistung von selbst aufhört oder unwirtschaftlich wird. Das heißt, die letzte Laktation wird erheblich über den üblichen Zeitraum von 10 bis 11 Monaten ausgedehnt. Noch bis vor wenigen Jahren ging das nur ein paar Monate. Heute sind in den USA mit Hilfe von Hormonspritzen (BST) 20 bis 33 Monate Laktation keine Seltenheit mehr. Damit hat man die Profitabilität der einzelnen Kuh umfänglich erhöht. Das reicht Stallmanagern und Wissenschaftlern aber offenbar noch nicht.

Ihr neuester Ratschlag ist nun der, bei nicht mehr schwanger gewordenen Kühen am Ende ihrer Laktation künstlich durch Hormone - Progesteron und Östrogene - eine weitere Laktation hervorzurufen um die Milchleistung dann durch das Hormon BST weiter zu erhöhen. Ergebnis, die Kuh braucht nicht so früh geschlachtet zu werden, ihre Lebensmilchleistung wird höher, sie wird noch profitabler und die Kosten für ihren Ersatz durch eine andere Kuh fallen Monate später an. Insgesamt sinken die Kosten der Milchproduktion weiter.

4) Die Macht der USA über Medien

Mit einer gigantischen PR-Truppe hat die Bush-Regierung die Öffentlichkeit in den USA seit Jahren hinters Licht geführt. Ein Enthüllungsbericht der "New York Times" zeigt jetzt, wie gezielt und perfide das System der Desinformation funktioniert.

Wenn US-Zuschauer die Nachrichten aus dem Irak auf TV-Kanälen wie CNN, Fox News, NBC oder ABC schauen, sollten sie ihren Ohren lieber nicht trauen. Wie ein Bericht der "New York Times" enthüllt, unterhält das US-Verteidigungsministerium bis zum heutigen Tag eine Truppe von TV-Militärexperten, um seine Sicht der Dinge auf den Irak und den Krieg gegen den Terror zu verbreiten.

In mehreren, sorgfältig dokumentierten Artikeln enthüllt die Zeitung nun ein subtiles System der Desinformation, das vor allem auf einem symbiotischen Verhältnis zwischen Regierungsarbeit und Pseudo-Journalismus basiert.

Installiert wurde das System nach den Recherchen der "New York Times" bereits im Jahre 2002, als detaillierte Planungen im Pentagon für eine Invasion des Iraks begannen. Torie Clarke, eine ehemalige PR-Beraterin, dirigierte die Propaganda-Truppe im Ministerium - und sorgte dafür, dass die Analysten zu einem Kernelement in ihrer Strategie wurden, den Krieg gegen den Irak bis zum heutigen Tage zu rechtfertigen.

Gefiltert im Sinne der Bush-Regierung

Einige gaben dem Pentagon Tipps, wie man die Sender ausmanövrieren könnte, andere warnten die Regierung, welche Berichterstattung Sender und Zeitungen noch planten oder leiteten sogar ihre Korrespondenz mit den Journalisten an das Pentagon weiter. Wie wichtig die Aktion der Regierung Bush ist, zeigt, dass das Pentagon eigens eine Firma beauftragte, um den Ertrag der PR-Offensive auszuwerten, schrieb die "New York Times" weiter: Omnitec Solutions hatte den Job, Medien-Datenbanken zu durchforsten, um jeden noch so kleinen Auftritt der Pentagon-PR-Militärs zu registrieren und zu analysieren.

Aufträge für Auftritte

Für die meisten der scheinbar unabhängigen Analysten dürften die 500 bis 1000 Dollar pro Auftritt allerdings eher ein nettes Zubrot gewesen sein. Viele von ihnen sind zugleich als Berater für die Militärindustrie tätig und verschafften sich über ihren Job als TV-Experten besonderen Zugang zu den Auftragstöpfen der Regierung; sofern sie denn brav ihren Desinformationspflichten nachkamen.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,548519,00.html

5) Explodierender Wachstum beim Flugverkehr

Kein Verkehrsmittel weist solche Wachstumsraten auf wie das Flugzeug. Die Zahl der Flüge in Österreich stieg von 125.000 im Jahr 1990 auf 3 10.000 im Jahr 2005. Die Zahl der Fluggäste hat sich im gleichen Zeitraum von 7,5 auf 20,4 Millionen fast verdreifacht. Schlusslicht ist das Flugzeug hingegen bei der Ökobilanz. Bei Flügen bis 500 Kilometer ist der CO 2-Ausstoß um 60 Prozent höher als beim PKW und siebenmal so hoch wie bei der Bahn. Dennoch wird Kerosin im Gegensatz zu Diesel, Benzin oder Strom nicht besteuert. Diese Steuer könnte Österreich für Inlandflüge selbstständig einführen, das wären 70 Millionen Euro mehr in der Staatskasse. Auf EU-Ebene wurde Ende April die Prüfung einer Besteuerung für grenzüberschreitende Flüge beschlossen. Info: Broschüre Fohus Flugverkehr - Folgen des Wachstums": VCQ, Tel. (0043)01/8932697, www.vcoe.at

Der Flugverkehr gehört zu den großen Energiefressern, Luftverschmutzern und Lärmerzeugern. Ein einziger Jumbojet (z.Bsp Boing 747-400) verbraucht in der Stunde ca. 13.000 Liter Kerosin, also soviel wie ca. 6500 laufende Ölkessel, denn ein solcher (mit 18kw) verbraucht ca. 2 Liter / Stunde. Und wie viele Flugzeuge fliegen täglich irgendwo in der Welt umher ? Daten hierzu sind schwer zu erfahren. Lt. Auskunft der Austro Control finden derzeit in Österreich ca. eine Million Flugbewegungen pro Jahr statt. Das sind ca. 2800 pro Tag. Die Steigerungsrate beträgt momentan 7-10 %.

Es ist also schier unvorstellbar wie alleine der Flugverkehr unsere Umwelt belastet. Dass hier unsere Natur und Erde nicht mehr mitspielt, ist ja inzwischen für jedermann klar zu erkennen und somit schaufeln wir unser eigenes Grab. Dennoch wird Kerosin im Gegensatz zu Diesel, Benzin oder Strom nicht besteuert.
Es ist höchstens an der Zeit, beim Einkauf, vor allem bei Lebensmittel an deren Transportwege zu denken um bewusst heimische Produkte zu bevorzugen. Und auch bei der Globalisierung des (Flug-) Urlaubs kann hier jeder mehr als er glaubt bewegen. Jeder einzelne von uns ist gefordert.

Fritz Loindl / www.initiative.cc

6) Monsanto fährt Ernte heim

Fast eine Milliarde US-Dollar Gewinn in 2007
Saatgut und Pflanzenzüchtung werden immer mehr zum Supergeschäft. Allein der amerikanische Agrar- und Biotech-Konzern Monsanto hat im vergangenen Jahr eine Milliarde US-Dollar Gewinn eingefahren. Damit auch in Zukunft die Kassen klingeln, hat Monsanto in den letzten acht Jahren für mehr als 13 Milliarden Dollar Saatgutfirmen aufgekauft. Für den Bereich der gentechnisch veränderten Pflanzen ist das US-amerikanische Unternehmen schon heute Monopolist: Über 90 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit stammen aus den Laboren von Monsanto.
Für dieses Jahr rechnet der global führende Spezialist für Agrar-Biotechnologie und genetisch verändertes Saatgut mit noch höheren Gewinnen. Bereits das erste Quartal 2008 verspricht einen satten Zuwachs: Wie Konzernchef Hugh Grant kürzlich mitteilte, rechnet man in St.Louis, Missouri, mit einer Umsatzsteigerung von etwa 36 Prozent im Vergleich zu 2007. Das heißt, dass die Aktionäre mit einem Gewinn von 2,50 Dollar pro Aktie rechnen dürfen.
Unterdessen geht der Konzentrationsprozess in der Pflanzenzüchtung weiter. Hat es vor 25 Jahren weltweit etwa 7000 Züchtungsunternehmen gegeben, von denen keines einen Marktanteil von über einem Prozent hatte, so beherrschen heute die zehn größten Agrokonzerne 50 Prozent des Saatgutangebotes. Mit Abstand der größte von ihnen ist Monsanto.

Quellen: Infobrief des Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Handelsblatt

7) Percy Schmeiser erhält Schadenersatz von Monsanto

Monsanto räumt Verantwortung für gentechnische Kontamination ein

In einer außergerichtlichen Einigung zwischen Percy Schmeiser und Monsanto hat Monsanto heute ihre Verantwortung für die gentechnische Kontamination Schmeisers Rapsfelder eingeräumt.

In einem früheren Rechtsstreit hatte der Oberste Gerichtshof Kanadas die Rechtmäßigkeit des Patentschutzes auf Transgene Monsantos anerkannt, gleichzeitig die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Patentierbarkeit von Lebensformen an das Kanadische Parlament zur Neubewertung überwiesen. Nach damals geltender Rechtslage ist der Inhaber des Patents auf ein bestimmtes Gen auch der Besitzer der jeweiligen Ernte. Die Befassung des Parlaments mit dieser Angelegenheit steht noch aus.

Da Schmeiser damals nachweisen konnte, dass er weder gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto noch das zu diesem Saatgut gehörige Totalherbizid Roundup Ready verwendete, und er keinerlei Vorteile aus der Verunreinigung seiner Ernte ziehen konnte, wurde er von Schadenersatzforderungen Monsantos freigesprochen.

Im Jahre 2005 fand Schmeiser erneut Monsanto-Rapspflanzen auf seinen Feldern. Er benachrichtigte Monsanto und verlangte, dass der Konzern die Pflanzen entferne. Monsanto bestätigte Schmeiser gegenüber schriftlich, dass es sich um Roundup Ready Raps handle und dieser Eigentum von Monsanto sei. Auf das bestehende Urteil bezugnehmend, dass der Besitzer einer Pflanze auch für die Schäden, die durch Kontamination verursacht wurden haftbar gemacht werden müsse, ließ Schmeiser die Pflanzen professionell entfernen und schickte dem Konzern die Rechnung.

Da in einem ersten außergerichtlichen Einigungsversuch Monsanto nicht bereit war, die Rechnung über 660$ zu zahlen verklagte Schmeiser die Firma vor Gericht. Monsanto hätte nur unter der Auflage den Schaden bezahlt, dass Schmeiser eine Schweigevereinbarung über die Sache unterzeichnet hätte, die ihm oder seiner Frau für den Rest ihres Lebens das Recht entzogen hätte, jemals über den Fall öffentlich zu sprechen oder Monsanto wegen Kontamination ihrer Ernte in Zukunft vor Gericht zu belangen. Schmeiser lehnte ab. Die von Monsanto erhobenen Bedingungen seien sittenwidrig.

Auf Nachfragen des Richters, weshalb denn ein Konzern wie Monsanto eine Rechnung von 660$ nicht einfach bezahle, antwortete der Monsanto-Anwalt Richard W. Danyliuk, bei dieser Sache gehe es um weit mehr als 660$.

Eine Stunde vor der auf 19. März 2008 terminierte Gerichtsverhandlung hat nun Monsanto sämtliche Forderungen Percy Schmeisers akzeptiert und ihre Verantwortung für die Kontamination auf Schmeisers Feldern eingeräumt. Monsanto bezahlt nicht nur den Schaden sondern akzeptiert auch, dass Schmeiser über die genauen Hintergründe öffentlich berichtet und Stellung bezieht. Das Eingständnis Monsantos, als Eigentümerin des Patentes auf Transgene auch für die Kontamination benachbarter Felder verantwortlich zu sein öffnet den betroffenen Bauern auf der ganzen Welt nun den Weg für Schadenersatzforderungen an Monsanto.

Für weitergehende Informationen:
www.percy-schmeiser-on-tour.org
www.percyschmeiser.com

Presseerklärung 19. März 2008


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