Juli 2005 www.initiative.cc

KURZ NOTIERT - und schnell gelesen !

1) Dresden: Gegen das Vergessen
2) Armut durch Klopapier und "Tempo"
3) Die halbe Schweiz wird abgeholzt - Regenwald schrumpft !

4) Österreich, einer der Großen Zahlmeister der EU
5) Eine Stadt ohne Verkehrsschilder
6) Impfverweigerer sind "informiert"

1) Dresden: Gegen das Vergessen

In den fruehen Abendstunden des 13. Februar 1945 gegen 21:41 Uhr heulten die Sirenen der Lazarettstadt Dresden das erste mal auf. Die Bewohner der Elbmetropole machten sich zu der Zeit noch keine Sorgen, da Dresden als Stadt ohne Bewaffnung und ohne militaerischen Nutzen bekannt war und von ca. 1,2 Millionen Frauen, Kindern und Greisen bewohnt wurde.

Gegen 22:09 Uhr gab der Rundfunk durch, daß die alliierten Bomberverbaende ihren Kurs geaendert haben und nun auf Dresden zufliegen. Kurz darauf befanden sich 244 britische Bomber am Himmel der deutschen Kulturstadt. Drei Stunden nach dieser ersten Angriffswelle - es befanden sich bereits alle verfuegbaren Rettungsmannschaften, Sanitaeter und Feuerwehmaenner in Dresden - verdunkelten weitere 500 Bomber den Himmel.

Am naechsten Tag folgte die letzte Angriffswelle mit erneut 300 US-B-17-Bombern. Zwischen 12:12 Uhr und 12:21 Uhr warfen diese 783 Tonnen Bomben ab. - Das entspricht mehr als 85 Tonnen pro Minute. Nach dem Abwerfen setzten die US-Bomber zum Tiefflug an und beschossen Fluechtende mit ihren Bordwaffen. In diesen drei Angriffsschlaegen, die insgesamt 14 Stunden andauerten, warfen die "Befreier" 650.000 Brandbomben und 200.000 Sprengbomben ab, welche einen Feuersturm von ueber 1000 Grad in der Stadt erzeugten. Obwohl Dresden weder Flugabwehr, noch Rüstungsindustrie oder ähnliche kriegswichtige Ziele besaß, wurden ca. 350.000 unschuldige deutsche Zivilisten in diesen zwei Tagen kaltbluetig ermordet.

Keiner der schuldigen Alliierten wurde jemals fuer dieses brutale Kriegsverbrechen auch nur angeklagt und die Massenmedien und die bundesdeutsche Regierung schweigen diese Taten tot und sehen es nicht als nötig an, den Opfern zu gedenken.!

Siehe auch Artikel: USA - Sind sie noch zu stoppen. Diverse Kurzmeldungen wie: Die Täter sind die gleichen wie 1945 <LESEN>

2) Armut durch Klopapier und "Tempo"

+ 15.06.2005 + Das Unternehmen Procter & Gamble mache Millionengewinne mit Klopapier und Tempo-Taschentüchern und treibe damit gleichzeitig Tausende von Menschen in Landlosigkeit und Armut in Brasilien: Das klagt zumindest Robin Wood auf großen Bannern an, die in Berlin sowie in acht weiteren Städten in Deutschland aufgehängt wurden.

Recherchen der Umweltschutzorganisation "Robin Wood" zufolge bezieht der Multinationale Konzern, der von Pampers bis zu Bounty zahlreiche bekannte Marken besitzt und jährlich weltweit rund 50 Milliarden Euro umsetzt, den Rohstoff für seine Papierprodukte größtenteils von Eukalyptus-Monokulturen des brasilianischen Zellstoffkonzerns Aracruz. Und dieser steht seit Jahrzehnten in der Kritik von Menschenrechts- und Umweltschutzinitiativen in Brasilien.

Procter Gamble kauft einen Großteil der Jahresproduktion von Aracruz Cellulose auf, dem weltweit größten Hersteller von gebleichtem Eukalyptus-Zellstoff, so Robin Wood. Doch die rund 250.000 Hektar Eukalyptus-Plantagen von Aracruz führten in Brasilien zu gewaltigen Umweltzerstörungen und sozialen Konflikten. So spitzen sich zur Zeit Landrechtskonflikte mit der indigenen Bevölkerung der Tupiniquim und Guarani im brasilianischen Bundesstaat Espirito Santo zu. Seit Jahren weigert sich Aracruz, ein unrechtmäßig angeeignetes Gebiet von 11.000 Hektar an die Ureinwohner zurückzugeben.

Quelle: http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/6479.php

3) Die halbe Schweiz wird abgeholzt - Regenwald schrumpft !

+ 30.05.2005 + Mit einem Waldverlust von 26.000 Quadratkilometern pro Jahr - das entspricht etwa der halben Fläche der Schweiz - hat das Kahlschlag-Tempo im brasilianischen Regenwald im vergangenen Jahr erneut zugenommen.

Im Jahr zuvor hatte der brasilianische Amazonas 23.000 Quadratkilometer verloren. Dies geht aus Satellitendaten hervor, die das Brasilianische Weltrauminstitut INPE jetzt veröffentlicht hat. "Jede Minute verliert Brasilien eine Fläche von sieben Fußballfeldern wertvollen Regenwald. Die Regierung Lula hat bislang im versprochenen Kampf gegen den Raubbau versagt", so Michael Evers, Leiter des Fachbereichs Wald beim WWF Deutschland. Bis heute sind bereits 17 Prozent des brasilianischen Amazonas zerstört worden.

Die Regierung verfolgt laut WWF eine inkonsistente Politik. So fördere sie Bodenspekulationen zum Ausbau von Rinderfarmen und industrieller Landwirtschaft. Die Opfer dieser Politik sind Natur und Menschen gleichermaßen

Quelle: Sonnenseite http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/6403.php

4) Österreich, einer der Großen Zahlmeister der EU

Juni 2005: Österreich zahlt ca. 2Mrd. Euro pro Jahr an die EU. Davon kommt ca. 70 % wieder zurück. Österreich ist eine der Nettozahler der EU Mitgliedsstaaten. Der Nettobetrag den Österreich (7 Mio. Einwohner) an die EU zahlt beträgt ca. 500 Mio. Euro. Eine "moderate" Erhöhung ist seitens der Politik geplant. Der Nettobetrag wird dadurch in den nächsten jahren auf ca. 900 Mio. Euro ansteigen.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande sind weitere Nettozahler der Europäischen Union. Alle Nettozahler zusammen liefern etwa 27 Milliarden Euro mehr nach Brüssel, als sie über Förderungen zurückbekommen. Der Löwenanteil, fast 10 Milliarden entfällt auf Deutschland.

Der Überschuss aus Europas Norden, fließt fast ausschließlich in den Süden: Spanien, Griechenland und Portugal sind die großen Empfängerländer. Daneben kassieren noch Irland sowie die zehn neuen Mitgliedsländer. Rein rechnerisch erhält jeder Ire fast 400 Euro pro Jahr aus den EU-Töpfen.

Quelle www.orf.at

5) Eine Stadt ohne Verkehrsschilder

Drachten in der Provinz Friesland ist die Stadt ohne Verkehrsschilder. In dem Ort herrscht Tempolimit 30 Kilometer pro Stunde, an Kreuzungen gilt rechts vor links - aber meistens einigen sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger mit Blickkontakt, wer zuerst gehen oder fahren darf. Dieser Blickkontakt macht wachsam, signalisiert "Risiko" und bewirkt, dass die Menschen aufeinander acht geben und gut aufpassen: Autofahrer sind nicht nur Verkehrsteilnehmer, sondern auch Menschen.

Diese einfache Wahrheit verhindert Unfälle, sagt Heinz Moderman, Verkehrsingenieur und Unfallforscher in Drachten. Die Niederländer entfernen überflüssige Schilder - mancherorts sogar alle und die Ampeln. Das Projekt "Shared Space" hat erreicht, dass es kaum noch Unfälle gibt. Zudem spart es noch viel Geld, denn jedes Schild kostet 350 Euro und der Betrieb einer Ampelanlage jährlich 15.000 Euro.

Das Experiment aus den Niederlanden ist so erfolgreich, dass aus ganz Europa Anfragen kommen. In Bohmte in Norddeutschland laufen jetzt die ersten Planungen für einen Ort ohne Schilder. "Shared Space" wird von der EU gefördert. In Deutschland gibt es mehr als 20 Millionen Verkehrsschilder; im Durchschnitt stehen alle 28 Meter eines. Laut ADAC ist jedes dritte Schild überflüssig und sorgt für Verwirrung bei etwa drei Viertel aller Autofahrer.

http://www.3sat.de/nano/cstuecke/79931/index.html

6) Impfverweigerer sind "informiert"

(IR) Eine Studie an einer Neugeborenenabteilung in einer israelischen Klinik ging der Frage nach, aus welchem Grund sich manche Mütter weigern, ihren Kindern eine Hepatitis B Impfung geben zu lassen. Die 51 Frauen der Studiengruppe hatten eine bessere Ausbildung als die 153 Mütter der impfenden Kontrollgruppe und ein höheres Einkommen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Impfverweigerung in der Regel nicht auf Unwissenheit basiert, sondern im Gegenteil auf eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, vor allem auch mit den Risiken der Impfung.

Quelle: Impfreport www.impf-report.de


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